Neues Weidezaunprojekt in Oppenau

Die Weidegemeinschaft Lierbach und das Oppenauer Unternehmen etol setzen gemeinsames Projekt zur langfristigen und nachhaltigen Offenhaltung der Landschaft um.

Ziegen, Rinder und zwei Pferde bewohnen seit gut vier Wochen eine rund drei Hektar große und schwer zugängliche Weide im Lierbachtal, direkt hinter dem Stammwerk der Firma etol.
Im vergangenen Sommer beendete der vorherige Pächter der Weide seinen Vertrag. Um die Fläche weiterhin offen zu halten, gab Hanspeter Söllner-Tripp, Geschäftsführer von etol, den Impuls für die Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Weidegemeinschaft. Die Finanzierung des elektrischen Drahtgeflechtzauns wurde in unterschiedlichen Teilen durch den Landschafterhaltungsverband Ortenau, die Erzdiözese Freiburg, die Kommune und etol getragen. Projekte wie dieses tragen maßgeblich dazu bei, dass das Fundament der Grünlandbewirtschaftung der immensen Verbuschung der Landschaft nicht zum Opfer fällt. „Für uns, als Oppenauer Wirtschaftsbürger, ist es eine große Freude das Alleinstellungsmerkmal des Schwarzwaldes – helle und dunkle Flächen – auch für die Zukunft erhalten zu können“, so etols Geschäftsführer Hanspeter Söllner-Tripp.

Die Offenhaltung sehr steiler und damit aufwändig zu bewirtschaftender Landschaftsbereiche ist seit geraumer Zeit ein großes Thema in der Region. „Offenhaltung geht uns alle etwas an. Je mehr Flächen in solchen Tälern wie Lierbach zuwachsen, desto stärker verändert sich unser Landschaftsbild“, sagt Fritz Vogt, Vorsitzender der Weidegemeinschaft Lierbach. Ende April 2018 wurden die Vorbereitungen und die Einzäunung abgeschlossen, sodass dem Einzug der vierbeinigen Rasenmäher nichts mehr im Wege stand.

Um die Bewirtschaftung der Weidefläche langfristig gewährleisten zu können, stellt etol Wasser und Strom zur Verfügung, die ehrenamtlich arbeitende Weidegemeinschaft verantwortet und koordiniert die Beweidung durch die Tiere. Auch die Erhaltung und Instandsetzung der Fläche und des Zauns vor, während und nach der Weidesaison, sowie die Versorgung der Tiere gehört zu den Aufgaben der Weidegemeinschaft. Für alle Parteien steht auch die Erhaltung des Lebensraums für Mensch und Tier im Vordergrund. „Als Ortsvorsteher liegt mir die Offenhaltung besonders am Herzen, wir leben hier in einer wunderschönen Kulturlandschaft dessen Attraktivität wir sehr gerne unseren Gästen bieten aber auch gerne selbst darin wohnen“, so Lierbachs Ortsvorsteher Matthias Fischer.